Geplauder mit Kauder

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für jugendliche unter achtzehn Jahren
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Command & Stänker
General Abrechnung
Kapitel 1
CDU Edition
„Das Urteil wird dein Untergang, aus und fin.“ [Kool Savas – Das Urteil]
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Kapitel 1.1 „K A U D E R“

Volker Kauder, seit 2005 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Weil demokratisch gewählt, ist dieser Wurmfortsatz aus Wahlkreis 285, dieser parlamentarische Waffenlobbyist, dieser … wichtig genug um der Online-Ausgabe des ehemaligen Sturmgeschützes der Demokratie, „SPON“, ein Interview geben zu dürfen und widerspricht sich dabei selbst, sobald er seine Kauleiste öffnet. Von meinem ungesunden Blutdruck beim Lesen will ich gar nicht anfangen, aber schon der Header ließe eine Apple Watch an meinem Handgelenk sublimieren:

Herr Kauder, nur für Sie zum mitschreiben (oder abpausen): Demokratie ist keine Einigkeit. Demokratie ist auch kein Dauerkonsens und erst recht darf es in einer Demokratie keine Alternativlosigkeiten geben. Das gilt besonders für die BundespräsidentInnenwahl, denn der/die wird nicht nur von Ihnen und Ihren KollegInnen im Bundestag, sondern auch von der Volksvertretung, also der Bundesversammlung, gewählt. Und da diese/r überbezahlte Grüßaugust/ine überparteiliche Aufgaben übernimmt, kann es Ihnen, Herr Kauder, scheißegal sein, ob bei dieser Person Konsens herrscht oder nicht!
Kauder. Dieser Mann, dieser schwäbische Dackel ist der fleischgewordene Grund, warum in diesem Land so viele Menschen von Politik frustriert sind.
Hallo liebe Wählerinnen und Wähler aus dem WK285Wie kann es sein, dass so ein geistiger Limbotänzer und offensichtlicher Demokratieverwässerer >50%  der Stimmen bekommt und somit in den Bundestag gewählt wird?! Sind sie alle Großaktionäre bei Heckler & Koch?
Schauen wir uns das Interview an:
„Die hohe Zahl von Übergriffen auf Politiker ist ein Warnsignal. Erst am Dienstag kamen noch die Sprengstoffanschläge von Dresden hinzu, die ganz offenbar im Zusammenhang mit den Feiern zur Deutschen Einheit stehen. Wir erleben ein erschreckendes Maß von Anfeindungen gegen unsere Demokratie. Mal sind Politiker die Zielscheibe, mal die Medien, aber eben auch zunehmend unser Staat insgesamt.“
Lieber Volker, stimmt. Du hast recht. Angriffe auf Politiker nehmen zu und sind nicht hinzunehmen. Wie du es allerdings schaffst, die Anschläge auf Moslems in Dresden mit keiner Silbe zu erwähnen, die Urheber dieser Rechten Gewalt komplett außen vor zu lassen, das zeugt von kompletter Realitätsverweigerung. Wobei, kann man etwas verweigern, was man offensichtlich nie anerkannt hat?
Am Ende ist die Weimarer Republik nicht an zu vielen Nationalsozialisten zugrunde gegangen, sondern weil es zu wenig aufrechte Demokraten gab. Das sollte uns auch heute zu denken geben.
Richtig, Volker. Die einzigen Parteien, die sich November ’33 gegen die Nazis offen gewehrt haben, waren KPD und SPD. Nur gut, dass Ihre gottverlassene CDU erst seit 1945 existiert, sonst würde ich dir jetzt richtig die HÖLLE heiß machen, du Arsch. Entschuldigung! Sie Arsch!
Kommen wir zurück zu den gegenwärtigen Nazis:
Alle Parteien im Bundestag verlieren an die AfD. Die Entwicklung geht alle an. Ich rate aber nach wie vor dazu, weniger über die AfD zu reden, sondern vielmehr darüber, wie gut es Deutschland geht. Wir haben Wachstum, Renten und Reallöhne steigen, das müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder sagen. Aber die meisten Menschen wissen das auch.
Hat sich innerhalb der konservativen Parteien jemals eine/r der christlich-fundamentalistischen Tiefflieger Gedanken gemacht, was faktisch Grund für die „Wählerflucht“ sein könnte? Offensichtlich nicht, sonst würden Sie nicht mit derlei Worthülsen um sich werfen. Bornierter Blutegel.
Weniger über die AfD reden? Gute Idee!
Mehr darüber reden, wie gut es Deutschland geht? Blöde Idee!
Herr Kauderwelsch, Siebenundvierzig Jahre der deutschen Nachkriegsgeschichte, stehen unter direktem Regierungseinfluss ihrer konservativen Betonköppe. Zyniker behaupten, dass ihre Partei die Geschichte der BRD maßgeblich beeinflusst hat.
Natürlich hat die Diskussion über den Umgang mit der Flüchtlingskrise der AfD Nahrung gegeben. Darum müssen wir noch besser erklären, was wir alles schon erreicht haben: Die Zahl der Flüchtlinge ist ganz deutlich zurückgegangen, und wir wollen sie möglichst weiter reduzieren oder zumindest auf dem gegenwärtigen Niveau halten. Wir kontrollieren die Grenzen. Wir arbeiten mit anderen Ländern an Vereinbarungen wie mit der Türkei. Die Welt ist komplizierter geworden, die Antworten auch. Aber die Union und die Kanzlerin arbeiten hart, und wir haben Erfolg.
Soso, Flüchtlingskrise. Volker, pass auf: Die Flüchtenden sind keine Krise. Sie kommen auch aus keiner Krise, sie kommen aus Regionen voller Hunger, Elend, Verfolgung, Gewalt und Tod. Die Krise, von der Sie da sprechen, war lange vorherzusehen – warum wurde von keiner Regierungspartei etwas unternommen? Ein Einwanderungsgesetz als Beispiel. Achja, genau, die CDU ist doch eine solche Regierungspartei?!  Volker, fragen Sie doch mal Dr. Google nach „CDU Einwanderungsgesetz“ – ach, hier, ich weiß, is‘ ja #Neuland für Sie. Wir sind uns wohl einig, dass ein Großteil der geflohenen Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten stammt. Schauen wir uns das doch mal genauer an:
In Äthiopien herrscht seit 1984 Krieg – oder „kriegsähnliche Zustände“ wie es bei den Christasozialen und Christdemokraten im Neusprech heißt.
In Mali herrscht seit 2013 Krieg. Ob es nun deren Glück oder Pech ist, dass die frz. Atommeiler nicht mit Ziegenpisse sondern Uran laufen, und der Holländer in Paris daher Muffensausen bekam, und unsere Bundeswehr seit 2013 mitspielen darf, wird die Geschichte zeigen.
Was genau um 2011 in Libyen passiert ist, kommt nur langsam ans Tageslicht. Und das nur mit Hilfe von Whistleblowern.
In Sudan kochen seit Jahrzehnten immer und immer wieder Konflikte hoch. Ein Ergebnis daraus ist der seit 2013 laufende Bürgerkrieg im Südsudan.
Der Krisenherd Somalia kommt seit 1991 nicht zur Ruhe.
Afghanistan, Irak und Syrien … was soll ich dazu noch sagen?
Die Überreste des „arabischen Frühlings“ in Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästina, Saudi-Arabien, Sudan und Tunesien spielen in ihrer „Flüchtlingskrise“ eine große Rolle. Und, nebenbei bemerkt, wurden viele der  Aufstände im „Arabischen Frühling“ auch mit Waffen aus Ihrem WK285 niedergeschlagen. Nun haben wir also einen groben Überblick über Kriege und Konflikte in Afrika und dem Nahen Osten. Um diese Suppe noch weitere Würze zu verleihen, mischen wir noch Wirtschaftskrisen, durch ebenjene oder Naturkatastrophen ausgelöste Hungersnöte, Freihandelsabkommen und Epidemien dazu und fertig ist ihr Flüchtlingskrisen-Potpourri.
Was Hungersnöte und Flüchtlingsströme angeht, möchte ich an dieser Stelle „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders über Sebastião Salgado empfehlen. Diese Dokumentation klärt den Blickwinkel, durch den wir Wohlständler diese Thematik betrachten, hoffentlich ein wenig auf. Die europäische Wirtschaftspolitik sei hier außen vorgelassen, auch wenn diese das Leid sicherlich nicht lindert.
Weiter im Text: Sie arbeiten also „mit anderen Ländern an Vereinbarungen wie mit der Türkei“. Sie schaffen es wirklich nicht, ihr politisches Wirken zu transportieren, oder? Wäre dem so, würden uns (neoliberale) Faschisten wie die AfD kaum noch ein müdes Lächeln abringen, denn was diese „Vereinbarungen“ machen, ist nichts anderes als Europa abzuschotten. Festung Europa, dank Türkei, Libyen und zur größten Not FRONTEX (die jüngst mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet wurde: […] wird sich stärker an Abschiebungen beteiligen und darf auch in Drittstaaten Grenzen mitkontrollieren, etwa in Nordafrika. […]). Bedeutet, dass die fliehenden Menschen wieder auf das Meer ausweichen müssen, was recht angenehm ist, da nur ein Bruchteil der dabei Umkommenden jemals sichtbar, also an unsere Küste angeschwemmt wird. Solch bedrückende Bilder, wie das des toten Alan Kurdi will wirklich niemand sehen. Aber ihr Christdemagogen beschäftigt euch lieber mit richtigen Probleme: Mit Schweinefleisch in Kantinen und Mensas. Oder einer (mit EU-Recht nicht zu vereinbarenden) PKW-Maut für Ausländer.
Doch abseits der faktischen Abschottung des Kontinents, lässt sich die DU von der SU treiben: Obergrenze! Die christasozialen Menschenrechtsverachter aus München werden dabei von den rechts-populistischen Arschlöchern AfD und Pegida getrieben. Das Ganze trägt seine Früchte bis in die ehemalige, post-sozialdemokratische „SPD – und das Ganze nur, weil 10% bis max. 20% der Deutschen so abgehängt und enttäuscht sind, dass sie Rattenfängern hinterher laufen, die sich als einzige echte Alternative zu „Angela der Alternativlosen“ inszenieren. Aber warum?? Die ~10% der DIE LINKE haben Sie auch nie veranlasst nach deren Gusto zu poltern zu nörgeln und zu fordern. Liegt es daran, dass dem gemeinen Konservativen die Rechte einfach näher ist als DIE LINKE? Ist die Innenpolitik der BRD im Jahr 2016 immer noch geprägt von einfachen national-affinen Reflexen? Sie sollten bedenken, dass wir Deutsche heute dort sind wo wir sind, weil wir verdammt viel Glück und noch mehr Wohlwollen auf unserer Seite hatten. Wenn ich mir anschaue, wie sie die „Flüchtlingskrise“ behandeln, wie sie Griechenland, Spanien, Portugal und Co. behandeln, wie sie deutsche Waffen an unsere „Partner“ verkaufen, wie Sie immer bedacht sind ihren/unseren Wohlstand verwalten, kann ich nur so viel sagen: Wären unsere heutigen Partner nach dem 2. Weltkrieg mit Deutschland umgegangen, wie sie heute mit anderen Staaten und Menschen umgehen, wir würden noch heute Steine umdrehen, um etwas essbares zu finden.
Um diesem Teil einen Schlusspunkt zu setzen: Herr Kauder, die klimatischen Veränderungen werden nicht weniger. Die Konflikte um Trinkwasser und Nahrung werden dadurch exorbitant steigen. Extremisten bekommen durch diese Ausweglosigkeit immer mehr Zulauf. Die Überfischung der Meere, in diesem Kontext besonders rund um Afrika, wird nur unzureichend eingedämmt. Und alles was Ihnen einzufallen scheint, ist, die „stabilen“ Regime Nordafrikas mit Waffen zu versorgen und einen Zaun um Europa zu ziehen? Ist das der Plan? Wenn sich in den kommenden Monaten oder Jahren (wer weiß das schon genau?) Millionen von Menschen auf den Weg machen, denken Sie wirklich, dass die sich von Zäunen aufhalten lassen? Werden Sie zusehen, wie diese Menschen über den Haufen geschossen werden? Unter anderen auch mit deutschen Waffen? Ihre Politik fußt einzig und allein auf den kapitalistischen Prinzipien. Das funktioniert aber nicht. Viele, sehr viele EuropäerInnen haben das schon erkannt. Doch wann machen Sie und ihre sogenannten Christdemokraten die Augen auf?
Es gibt Zeichen einer Annäherung. Auch in der CSU wird zunehmend gesehen, dass das Ziel, was die CDU auf ihrem Parteitag formuliert hat, nämlich die Zahl der Flüchtlinge spürbar zu verringern, in den vergangenen Monaten erreicht wurde. Das muss stabilisiert werden. Das ist unser Ziel. Ebenso klar ist, dass eine Obergrenze mit dem Grundrecht auf Asyl nicht vereinbar ist. Aber auch dieses Grundrecht ist ja seit Langem so formuliert, dass Deutschland nun nicht alle Lasten in Europa allein tragen will. Stichwort: Drittstaatenregelung. Die Aufgabe bleibt also vor allem, eine europäische Lösung zu schaffen, angefangen von Abkommen mit anderen Anrainerstaaten neben der Türkei über den Schutz der Außengrenzen bis hin zu einer funktionierenden Verteilung von Flüchtlingen. Denn eines ist auch klar: Europa wird weiter eine gewisse Zahl von Flüchtlingen aufnehmen müssen. Schauen Sie bitte auf die Hölle von Aleppo.
Es gibt Dinge, die lässt man am besten unkommentiert.
Ein Rentenwahlkampf würde die Menschen extrem verunsichern. Und er würde jenen Gruppierungen weiter Zulauf verschaffen, die es nicht gut meinen mit unserem Land. Darum wünsche ich mir, dass wir in den nächsten Wochen zu abschließenden Lösungen bei der Rentenreform kommen.
Ein Rentenwahlkampf würde die Menschen extrem verunsichern. Donnerlittchen! Verunsichern! Rentenwahlkampf. Lieber Volker, liebe CDU/CSU: So ist das Leben! Die Politik kann (und sollte mMn) den Bürger nicht vor „Verunsicherungen“ schützen. Aber genau das denkt ihr immer noch zu tun. Ihr beschwichtigt, verdreht und lügt um den Otto-Normal-Bürger bloß nicht aufzuregen. Dummerweise leben wir in einer zu großen Teilen globalisierten Welt. Das Schicksal der „Anderen“ ist nun Mal enger mit dem eigenen Schicksal verknüpft, als Ihnen lieb ist. Und ich bin mir sicher, dass mündige, aufgeklärte Bürger schwieriger zu regieren sind, als träge Couchpotatoes die sich in einer Ellbogengesellschaft gegenseitig klein halten. Doch weiterbringen wird uns dieses Modell sicherlich nicht. Im Gegenteil: Je länger wir peinlich berührt wegschauen, desto größer wird die Flut an Problemen, die auf uns „Wohlständler“ zurollt.
Unser Ziel ist es, dass wir als Union bei der Wahl so stark werden, dass gegen uns keine Regierung gebildet werden kann. Dann sehen wir, was möglich ist. Richtig bleibt aber: Große Koalitionen sind nicht dauerhaft erstrebenswert.
Zum ersten Satz: Ich denke, diesen Wunsch können Sie sich an den Allerwertesten pinnen.
Zum letzten Satz: Denke ich mir „dauerhaft“ weg, haben wir doch gemeinsame Schnittmengen. Wie schön!
Wir sind sehr mutig, um Ihre Formulierung aufzugreifen, dabei, eine gute Nachfolgerin oder Nachfolger für Joachim Gauck zu finden, die beziehungsweise der eine breite Zustimmung aller Demokraten erhält. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtig. Diese Bundespräsidentenwahl hat eine besondere Bedeutung – diesmal geht es vielleicht mehr denn je darum, unserem Land und unserer Demokratie einen Dienst zu erweisen – und nicht irgendeiner Parteienkonstellation.
Mutig wäre, die Kandidaten aufzustellen und die Bundesversammlung wählen zu lassen. Ohne ihr parteipolitisches Geplänkel. Fertig!
P.S.: Ich kann Ihnen nicht beschreiben, wie sehr mich Ihr Duktus anekelt. Immer!
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