Faktisch!

Im folgenden Text wird das Personalpronömchen „wir“ sehr oft verwendet werden. Damit meine ich:

Wir.

Wortwörtlich.

Du & Ich.

Alle sprechen über „Postfaktisch“, also spreche ich nun faktisch:

Türkei-Deal

Der Biodeutsche hat es nicht mehr so mit geflohenen Menschen, genannte Flüchtlinge. Anfangs [2015] reichte man noch Teddybären™ und Winterkleidung. Doch nun merken viele: Die sehen anders aus als wir, die riechen anders, die fassen unsere™ Frauen an, die essen unsere Kinder, die kriegen sogar über 4.000 € im Monat vom Staat und Wohngeld noch obenauf. Täglich kommen neuen Gerüchte hinzu, im Bullshit-Bingo der enthemmten Rechtsaußen.

Kurz gesagt, weniger ist mehr! Obergrenze, sofort!

Was die NPD seit jeher ablässt und die „AfD“ in die Mitte der Gesellschaft getragen hat, übernahmen der Seehofer Horst und sein Speichellecker Andi Scheuer® (nur echt aus Bayern) bereitwillig in ihr politisches Poltern und Wirken. Wenn das „Wir sind das Volk“ dem Sonnenkönig Landesvater nicht mehr folgt, dann folgt der Landesvater eben dem „Volk“. Der Muselmann, der schon hier ist, soll zurück in seine (zerbombte) Heimat und der der auf dem Weg hier her ist, der soll gefälligst bleiben wo der Pfeffer wächst. Naja, oder der Raki gebrannt wird. So, oder so ähnlich muss Dr. M. die Message verstanden haben, flog untertänigst nach Ankara und hofierte den Sultan des (noch) Klein-Osmanischen Reiches mit Milliarden an EU-Steuergeldern, damit dieser angehende Diktator uns Biodeutschen die verdammte Flüchtlingsflut vom Hals hält. Was Dr. M. bei dieser Gelegenheit wohl nicht mitgeteilt wurde, ist, dass Sultan Erdogan ein leibhaftiger Wahnsinniger ist. Nicht nur sein, von 2011 bis 2014 in einem Naturschutzgebiet erbauter, Herrschaftspalast mit eintausend [in Worten: einfuckingtausend] Zimmern zeugt von seinem Größenwahn. Nein, die systematische Jagd auf Andersdenkende und politische Gegner macht diesen Mann offenkundig zur größten Bedrohung des paneuropäischen Friedens. Einige halten den Kriegskessel in und rund um Syrien für den wahrscheinlichsten Brandherd für den ultimativen und finalen WWIII®. Ich schließe mich dieser Ansicht ausnahmslos an. Unser ehemaliger Freund Assad (vgl. Gaddafi, Mubarak, Ben Ali & Co.) steht eben den geostrategischen Zielen des Westens im Weg. Diese Ziele stehen wiederum in direkter Konkurrenz zu den Zielen östlicher Staaten wie Russland, China, Iran usw..

Mein junges, naives Ich, aufgewachsen in Wohlstand und Frieden, dachte bis vor wenigen Jahren, es würde in einer größtenteils befriedeten Welt leben. Und nun? Stehen sich Ost und West wieder gegenüber. Nur, dass die Divided States Of America und das, was von der Europäischen Union übrig ist, einem aufstrebenden „Reich der Mitte“, in die Ecke gedrängte Russen und einem Pulverfass in Form der arabischen Halbinsel gegenüberstehen. Das drückt dann doch irgendwie auf die Laune und Zukunftserwartungen. Bei mir zumindest. Ein großer Teil der Biodeutschen regt sich derweil lieber über Flüchtlinge auf oder shoppt sich bei Amazon und Zalando glücklich und hungert sich mit dem neusten Diät-Trend auf Modelmaße, statt einfach mal zu hinterfragen, warum die™ denn alle fliehen und ob wir™ eventuell einen Anteil tragen (Google-Stichwort: Deutsche Waffenexporte. Nur so als Tipp), während die gewählten Volksvertreter in Berlin etwas von „Flucht-Ursachen bekämpfen“ faseln, diese Worthülse aber mit keinerlei Inhalt füllen. Auf den Russen zeigen und „Pfui“ brüllen ausgenommen. Gute Bomben, böse Bomben. Was für ein Bullshit.

Während ich diese Zeilen schreibe, verlängerte der Blutrünstige vom Bosporus ein weiteres Mal den „Ausnahmezustand“, welcher nach dem „verpatzten Putsch“ vom Juni des abgelaufenen Jahres verhängt wurde. Wenigstens dieses eine Detail, hat er mit Teilen der EU gemein. Zeitgleich schießen die in Deutschland gestellten Asylanträge durch die Decke. Was wiederum den biodeutschen Montagsspaziergänger und Lügenpresse-Brüller aufstacheln wird. Ein Teufelskreis. Aaaber: Weiter so! Das 2016 so viele Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, wie nie zuvor? Geschenkt. Der mediale Overload an schlechten Nachrichten ist einfach zu groß.


Amazon & Co.

„Nein!!! Nicht Amazon! Lass es in Ruhe! Die sind so schön billig und liefern so schnell und zuverlässig und wenn ich eine Reklamation habe, dann wird das total reibungsfrei gelöst. Bei Amazon werde ich als Kunde ernst genommen.“

Na, hab ich dich erwischt? Das ist doch deine Denke, oder? Gräme dich nicht, mein kapitalistischer Konsum-Freund, auch ich war einst Jünger dieser Abspaltung des „Appleism“. Halleluja! Cyber Monday! Black Friday! Der Reinheit und Perfektion des Amazon’schen Logistikbetriebes bedurfte keinerlei Kritik, war ich doch glücklicher Dauerkäufer und Schnäppchenjäger. Und doch ging ich von Dannen und ward nie wieder auf amazon.de gesehen. Bin ich verrückt? Nein, sage ich. Nun verurteile mich nicht als Gutmensch, oder besserwisserischen Schnösel, gar als Fanal von Plattitüden. Lass mich Mich erklären, eventuell verstehst du meine Beweggründe:

Ja, Amazon ist genial-einfach und einfach genial. Nie war das Einkaufen bequemer und günstiger. Also für mich, den Konsumenten. Amazon präsentierte sich mir als Eierlegende Wollmilchsau, was im Hintergrund passiert, bekommt man als glückselig quiekender Kunde nicht, oder nur am Rande, mit. Das ganze System-Amazon ist auf Ausbeutung und Wachstum gemünzt, irgendwie müssen die phantastischen Preise ohne Versandkosten (OMG!! OHNE VERSANDKOSTEN!!) zustande kommen. Und wer denkt, dass in der Marketingabteilung und im Controlling dieses globalen Big-Player ausnahmslos Philanthropen und wohlwollende Gönner sitzen, der hat unsere Wirtschaftssystem nicht verstanden. Im Vordergrund profitiert der Kunde, im Hintergrund leiden dauergestresste Logistiker in den Versandzentren, überforderte Paketzusteller an einer gewerkschaftsfreien Zone, in der, dank Agenda 2010, nach unten alles möglich ist. Nebenbei „optimiert“ Amazon, mit Hilfe der Tochtergesellschaften „Amazon Services Europe SARL“, „Amazon Europe Holding Technologies SCS“ und „Amazon EU SARL“, fleißig seine Gewinne und schleust sie am Fiskus vorbei. Stichwort Luxleaks, siehe Steueroasen. Der treuhänderische Vater dieser „Steuersparmodelle“ ist übrigens noch immer EU-Kommissionspräsident – ein Skandal im Skandal der dich nicht die Bohne interessiert. Oder doch? Dabei ist gerade ein monströses Logistik-Projekt wie Amazon von guter Infrastruktur und gebildeten Personal abhängig. Beides wird aus Steuermitteln realisiert. Und jetzt die Frage an dich: Zahlst du Steuern? Ja? Ganz schön wenig Netto vom Brutto am Monatsende, was? Amazon tut das eben nicht. Zumindest keine nennenswerten Beträge, eher symbolische. Und jetzt verurteile oder belächle mich noch mal, dass ich meinen Amazon-Account gelöscht habe. Wenn du das schaffst, weißt du entweder mehr als ich, oder du… ich verkneife es mir.

Eben aufgeführte Punkte gelten übrigens so oder so ähnlich für einen guten Teil der „Big-Player“, auch deine eventuellen Lieblinge Apple, IKEA & Starbucks mischen hier in einer Riege mit den Bad-Boys von der Deutschen Bank. Gleich und Gleich gesellt sich gerne. Das ist OK, von einem mündigen Verbraucher erwarte ich aber, dass er seine ganz persönlichen Konsequenzen aus dem Wissen über das Treiben dieser Firmen zieht – egal welche. Nur keine Konsequenz halte ich für untragbar.



Klimawandel

Womit wir bei den klimatischen Veränderungen unseres Heimatplaneten angekommen wären. Wie komme ich nun von Amazon & Co. auf Klimawandel? Dazu gebe ich ein ganz aktuelles Beispiel – der Giga-Liner. Diese Überleitung kam mir beim Lesen dieses SZ-Artikels, in dem das Geschenk des großkarierten zukunftsverweigerers Dobrindt (CSU) an die LKW-Industrie zerrissen wird. Dobrindt hatte den überlangen LKW in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ für Teile des bundesdeutschen Straßenverkehrs freigegeben. Ökologische Begründung:

„Diese überlangen Lastwagen, so wirbt der Minister, sollen den Gütertransport auf der Straße so effizient machen wie nie. Was früher mit drei Lastwagen transportiert wurde, brauche künftig nur noch zwei, wirbt der Minister. Mehr noch: Das Ganze spare mit dem Sprit auch Treibhausgase.“

Klingt super! Los geht’s!

Was auf Anhieb so toll klingt, entpuppt sich (mal wieder) als ökologischer Bumerang. Warum? Intellektuelle Transferleistung: Auch wegen Amazon, Zalando und Co. Naja, eigentlich wegen unserer Freude am shoppen und dem Rattenschwanz den dieses Verhalten seit Jahren hinter sich her zieht. Herr Bauchmüller bringt es auf den Punkt, bzw. die Punkte:

„Zum einen brauchen die XXL-Laster wieder neue Infrastrukturen: Notspuren in Tunnels sind für sie zu kurz, ebenso die Lkw-Parktaschen der Autobahn-Parkplätze. So entsteht der nächste Sachzwang, er wird sich lösen lassen. In der Folge wird es mehr lange Lastwagen geben, entsprechende Logistikzentren – und am Ende werden nicht aus drei kurzen Lastwagen zwei lange, sondern drei lange Lastwagen geworden sein. In Zeiten von Internethandel und Just-in-Time-Logistik wächst das Güteraufkommen ohnehin. Aber eben auf der Straße, nicht bei der Bahn – der umweltfreundlichen Alternative.“

Aber an sowas denkt man bei der CDU/CSU nicht. Man denkt generell nur sehr selten auch nur von 12 bis Mittag. Das hat auch wieder mit dem Wirtschaftssystem zu tun, in dem wir leben. Die Wirtschaft muss brummen, sonst funktioniert angeblich nichts mehr. Und wenn man ein solches Geschenk an die Wirtschaft mit scheinbaren ökologischen Gesichtspunkten verzieren kann, umso besser! Chapeau, Herr Dobrindt.

Tut mir leid, aber ich bin hier wieder beim wir™, denn wir können mit unserem Konsumverhalten aktiv gegen diesen ökologischen Wahnsinn gegensteuern. Und da komme ich kurz zu Amazon zurück: Mir geht es keinen Deut schlechter, seit ich dort nicht mehr einkaufe. Im Gegenteil. Ich spare Geld, weil ich weniger konsumiere. Krass gesagt: Ich kaufe weniger Müll! Müll der vorher ein cooles, weil „lebenserleichterndes“, Gadget war, oder eine DVD, oder einen neue Fernseher, weil er so günstig ist – obwohl der sieben Jahre alte Vorgänger zwar kleiner, aber noch voll funktionsfähig. Alles was wir aus reiner Bequemlichkeit, Technik- oder Trendgeilheit konsumieren, produziert kurzfristig emotionales Glück und langfristig einen Haufen (giftigen) Müll. Kurzfristig jedoch Wirtschaftswachstum und CO₂-Ausstoß der Herstell- und Lieferkette. Wirtschaftswachstum wird wie ein Gott gefeiert. Gegen den CO₂-Ausstoß empfehle ich eine CO₂-Steuer, auf jedes Produkt. Wenn nicht jetzt, wo es im Winter in der Arktis taut, wann dann?

Denn langsam wird es eng. Unsere Küsten, da wo mittlerweile der Großteil der Menschen lebt, sind vom steigenden Meeresspiegel (Tauwetter. In der Arktis. Im Winter!) bedroht und der nächste eventuell bewohnbare Planet ist so weit weg, dass ich bezweifle, dass jemals ein Mensch einen Fuß darauf setzen wird.

Speed of Arctic changes defies Scientists

Das Ende der Arktis wie wir sie kennen

Die Kette an Ereignissen, die durch den Klimawandel ausgelöst wird, wird immer länger und jede/r Einzelne von uns ist mitverantwortlich etwas zu tun, denn wir sind auch mitverantwortlich, für das was da passiert.

Aber was tun? Hier ein paar Anregungen:

Cowspiracy schauen und anschließend weniger (bzw. gar kein) Fleisch essen

Weniger (bzw. gar keine) Flugreisen

ÖPNV statt Auto, wann immer es geht

Kaufe weniger neu, repariere mehr und recycle was geht

Pflanze einen Baum

[…]


Ramstein

Es ist Sommer. Die Sonne brennt, du und dein/e Partner/in steigen aus dem aufgeheizten Auto. Ihr verabschiedet euch von einander, er/sie geht in die City und du triffst dich mit Freunden weiter außerhalb. Wenige Minuten später ist dein/e Partner/in tot. Genau wie zahlreiche andere die zufällig zugegen waren. Ein (Selbstmord-) Anschlag ist die naheliegende, erste Erklärung für die Explosion direkt neben ihnen. Doch einige Parameter passen nicht zu dieser Erklärung. Was ist also passiert? Ihnen ist, wortwörtlich, eine Bombe auf den Kopf gefallen, weil wenige Meter entfernt, ein (von einem Geheimdienst) als „Gefährder“ klassifizierter Mensch sein Mobiltelefon dabei hatte. Das „nette“ kleine Ding, das dann auf diese Menschen nieder fiel, hat den klangvollen Namen „Hellfire“ und wird bspw. anhand der Telefonnummer der SIM-Karte dieser Personen, per Drohne „gezielt“ abgeworfen. Der Kollateralschaden (ein viel schöneres Wort als „die zerfetzten Körper gänzlich Unbeteiligter“) wurde dabei billigend in Kauf genommen. Wovon reden wir hier? Wir reden von Mord! Ich bin kein Jurist, aber meiner Meinung nach ist das „Mord mit gemeingefährlichen Mitteln“. Siehe „Operation Haymaker“ – 35 Tote Badboys aber über 165 tote Nichtkombattanten – und da werfe mir noch mal jemand vor, ich sei zynisch. Wenn du im falschen Land am falschen Fleck deines Weges schreitest, verbucht dich das US-Militär also als „im Kampf getöteter Feind“. Glückwunsch! Danke Obama. Danke Ramstein. Danke Bundesregierung. Moment! Bundesregierung, wieso das? Ohne eine Relaisstation, wären diese Angriffe in Nah-Ost & Afrika nicht möglich, denn wegen der verflixten Erdkrümmung ist das US-Militär auf eine Zwischenstation zur Übermittlung der Zieldaten etc. angewiesen. Und die sitzt dummerweise in Rheinland-Pfalz. Das wissen wir dank Edward Snowden, einem gefährlichen Vaterlandsverräter weil Whistleblower. Whistleblower haben in unseren Breitengraden einen ähnlich schlechten Ruf wie in weniger demokratischen Gefilden dieses Planeten. Siehe „Luxleaks“. Zwar überleben sie das Whistleblowing in der Regel, frei sind sie danach aber nicht mehr. Zumindest, sind sie arbeitslos.

Und wieder interessiert es dich nicht. Mich interessiert es, aber ich mache genauso wenig dagegen, wie du. Nix. Und genau das muss sich ändern.


Geheimdienste

NSU. Mysteriöse Todesfälle in dessen Ermittlungsumfeld und geschredderte Akten. Unrühmliche Hilfe eines V-Mannes für Anis Amri. Und die Bundesregierung gibt sich Ahnungslos. Wer kontrolliert diesen, dem Bundesinnenministerium unterstellten, Sauhaufen von „Verfassungsschutz“ eigentlich? Stattdessen soll immer mehr per Videokamera überwacht, mehr Daten gesammelt und gespeichert werden. Bullshit. In Frankreich herrscht seit über einem Jahr der Ausnahmezustand (vgl. Türkei) und was war Amri’s Fluchtrute? Berlin, Niederlande, Frankreich, Italien. Hat ihn jemand in Frankreich gestellt? Nein. Aber die erstbeste ital. Polizeistreife. Vorhandene Gesetze konsequent anwenden, das wäre mal ein Ansatz. Wir leben nämlich in einem sehr wehrhaften Rechtsstaat, der sich gerade selbst zerredet.

https://twitter.com/UGreiner/status/816656170345758720


Energiewende

Verkackt. Ganz ehrlich. Nicht, dass Dr. Merkel jemals eine klare Linie hätte erkennen lassen. Aber die „Energiewende“ wie sie Großmedial verbreitet wird, ist viel zu mickrig. Die Chancen die hier drin stecken, werden leichtfertig verschenkt. Gerade vor dem Hintergrund „Industrie 4.0“ und den dadurch wegfallenden Arbeitsplätzen wäre es enorm wichtig so richtig, richtig Geld und Schweiß in die Zukunftstechnologien der erneuerbaren Energien zu stecken. Da sich in Europa aber die Gesetze auf mysteriöse Art und Weise meist als sehr wirtschaftsfreundlich entpuppen, passiert hier viel zu wenig. Dabei ist die Formel relativ einfach:

Gesellschaftlicher Druck erzeugt politischen Druck erzeugt Innovationen in der Industrie

Konzerne sind nicht dafür bekannt große Risiken einzugehen, wenn der monetäre Nutzen schwer abwägbar ist. OK, ist halt so. Aber wenn man das erkannt hat, dann gibt es genügend politische Stellschrauben um die Industrie dazu zu bewegen. Besonders wir im kleinen aber wohlhabenden Deutschland stehen in Konkurrenz mit einer Vielzahl an aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern. Innovation muss auch und vor allem von uns, einem der reichsten und produktivsten Industrieländer der Welt, kommen. Aber stattdessen schummeln wir unsere Dieselmotoren sauber, wälzen die EEG auf den Verbraucher ab, exportieren „saubere“ Kohlekraftwerke und bauen & finanzieren tickende Zeitbomben, in Form von Atomkraftwerken, in aller Welt. Wo ist da die Innovation? Wo ist da Energiewende? China überholt uns auf der erneuerbaren Autobahn links und schafft Tatsachen und nebenbei Arbeitsplätze.


 Steueroasen

Gestern fiel mir auf, dass diese Beschreibung wortwörtlich zu verstehen ist, denn wir sehen das Geld, erhalten sogar einen kleinen Teil davon in Form von Lohnzahlungen, aber der Großteil des Gewinnes ist doch außer Landes. Wieder Luxleaks. Wow, dieses Thema ist omnipräsent. Naja… sollte es sein. Auch 2017 wird es wieder Banken zu retten geben. Den Beginn machen die Italiener und ich kann euch ziemlich genau sagen, wo die eingesetzten Steuergelder hingehen werden: genau dahin, wo sie auch vorher hingingen – zu den Superreichen. Der eigenen Logik folgend, wird unserer Politik weiterhin nichts besseres einfallen, als die von der 2007er Bankenkrise gebeutelten Krisenländer mit dem „Allheilmittel“ Austeritätspolitik zu knechten. Operation geglückt, Patient verstorben. Und wehe, einer dieser renitenten Weltverbesserer, kommt auf die Idee den hinterletzten der Nahrungskette eine Finanzspritze geben zu wollen, dann stehen Schäuble, Dijsselbloem & Co. wieder schäumend vor den Kameras.

Zum Mitschreiben: Die Tickle-Down Theorie funktioniert nicht. Sorry Margaret(✝)! Tut mir leid Wolfgang. Spätestens seit der jüngsten Bankenkrise wissen wir das, denn immer mehr Menschen sind in Deutschland in Lohn und Brot, aber immer weniger sozialversicherungspflichtig – Mindestlöhner, Minijobber on the rise. Die Wohlstandsschere geht dermaßen weit auseinander, dass sich die High-Society selbst langsam sorgen macht, ob der gesellschaftlichen Lage in den Nationen des reichen Westens.

Seht selbst: ZDF-Mediathek


Für all das gilt:

daswirentscheidet
Quelle: spd.de – Soll keine Wahlwerbung darstellen, die SPD hat es im Kern aber gut erkannt.

Bilde dir eine Meinung, schaue Bundespressekonferenzen und Bundestagsdebatten

Diskutiere mit deinen Mitmenschen

Tritt in eine Partei ein

Engagiert euch

Sei laut – geh auf Demonstrationen

Starte und/oder unterschreibe Petitionen

Ziehe deine Schlüsse und Geh wählen


Weiterführendes:

Hast du Interesse am Klimawandel und was er auslösen könnte? Du kannst helfen, indem du freie Rechenkapazitäten deines Computers per BOINCClient zur Verfügung stellst. Per BOINC kannst du eine Vielzahl an rechenintensiven Projekten unterstützen. Das SETI-Programm als Beispiel, damit hatte ich in den 2000er Jahren angefangen.

http://www.nytimes.com/newsletters/2016/12/16/opinion-today?nlid=60176338w

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