Homo Vulgaris Exstingui

Für meine stabile Fan-Base

Für meinen treusten Leser

Für mich

Ich. Gerade eben.

Habe ich erwähnt, dass ich meine eigene – ja, ich musste mich damit abfinden – Spezies so richtig, richtig, richtig… erm… bemitleidenswert finde?! Ja? Mehrfach?! Gut! Dennoch ist es wieder so weit… Es „rantet“ im Gebälk, obwohl ich extra meine Zwitscherei an den Ast gehängt und mich somit aus dem einzig jemals von mir genutzten „Social“ Media verabschiedete: Um nackelig frohlockend, Hosianna trällernd über Blumenwiesen zu tanzen und dieses Paradies, auf dem wir unser hilf- und belangloses Dasein fristen, zu genießen! Jedoch gibt es im ganzen bekannten Universum keinen Trigger der so reinknallt wie Halloween. Eine Zeit, in der mich Banalitäten so deutlich wie nie daran erinnern, wie besch…mittleidenswert diese, meine, jene, unsere Spezies sein kann und will. Denn, mit Durchlaufen der Aufklärung, haben wir jedes Berufen auf Unmündigkeit verwirkt! Für immer. Alles was danach kam und noch kommt, ist und bleibt fahrlässiges Selbstverschulden.

Wenn Willy Wonka, geborener Hanzo, wüsste, was aus seiner Erfindung zur Rettung der Kakaobohnenfolgeproduktwirtschaft in den US von A geworden ist, er würde sich ein zweites Mal in sein Katana stürzen. Mit Anlauf. Ohne Gleitgel.

Wir befinden uns im Jahr 2021, oder, in alternativer Zeitrechnung, im Jahr 0002 c.C. (cum Corona). Die anhaltende „pandemische Lage“ hat der Weiterentwicklung des kollektiven humanoiden Bewusstseins nicht sonderlich gut getan. Im Gegenteil – wer hätte es gedacht?!

Ja, ich. Wer sonst.

Look at me! I am the King of Schachtelsatz!

Während einige wenige Vertreter:innen des Homo Sapiens die pandemische Lage nutzen um den unumkehrbaren Weg zurück zum Homo Dementis einzuschlagen und nichts weniger als den „Great Reset“ von Allem – dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest – und/oder den „Great Upload“ unser aller Seelen auf „digitale Siliziumstrukturen“ erwarten, der alle menschlichen Gefühle auslöschen wird – während der gechippte Rest einfach fristgemäß tot umfällt – haben sich viele, viele andere vorgenommen einfach ihre Kinder dauerhaft und nachhaltig zu traumatisieren, damit hier wirklich irgendwann kein Stein mehr auf dem anderen stehen bleibt. Kurzum: Homo Vulgaris Exstingui!

Du fragst „Wie?!“ The Murican Way.

CN Gewaltdarstellung

Tatort: US von A

Es schien ein lauer Herbsttag zu sein, als sich die Opfer (ein Geschwisterpaar, ca. 4 und 8 Jahre alt) am Tatort (eine schwarze, mit Plastikskelett und Schädel, Spinnweben aus der Sprühdose und Kürbiskopf drapierte Couch) ahnungslos in die Fänge ihrer Eltern und willfährigen Helfer begaben. Die Stimmung ist gelöst, der kleinere der beiden kraxelt in einen (ungesund) uringelben Strampler gekleidet, neugierig neben dem Skelett die Rücklehne der besagten Couch hoch, während seine Schwester die letzten Sekunden ihrer gleich zerstörten Kindheit mit einem lächeln in die Kamera verschwendet. Ihr Unterbewusstsein scheint die sich ankündigende Tragödie bereits zu erwarten: Etwas nervös verschränkt sie die Hände auf den Beinen, ein letztes unbekümmertes Lächeln, dann endet ihre Kindheit und die Hölle bricht über die Biden hinein.

Hat Ihr kleiner Bruder, nennen wir ihn Will, im Gebüsch hinter der Couch etwas aufgeweckt? Oder ist der Auslöser des nun folgenden das „One, Two, Three“ der – vermutlich – filmenden biologischen, liebenden und fürsorglichen Mutter? (Die Ermittlungen hierzu laufen noch) Was sich da nach „Three!“ aus dem Dickicht erhebt ist vermutlich nur Uncle Joe, oder Daddys Best Man – doch das weiß der kleine Will nicht, denn es ist gekleidet wie Freddy Krüger, der mit seiner stahlkrallenbewehrten Hand, akustisch unterstützt vom nervenzerreibenden Klang einer Kettensäge nach dem Jungen greift. Während sich die große Schwester, nach einer halben Sekunde der Schockstarre mit einem beherzten Sprint aus der Szene entfernt – im NRA-Land der „Bowling for Columbines“ ist der kindliche Fluchtreflex deutlich ausgeprägter als üblich – prallt Will, nachdem er von der Lehne gekugelt ist, am Rücken seiner Schwester ab, fällt rückwärts in den nahen Beistelltisch, greift, halt- und hilfesuchend ins Nichts der sofort nachgebenden Spinnweben (0,49$ bei Walmart), stolpert rückwärts über einen Totenschädel und landet auf seinem Rücken. Zu allem Unglück, ist Freddy Krüger bereits um die Couch herum gekommen, versperrt den scheinbar einzigen Fluchtweg und steht drohend über ihm. Doch es kommt noch schlimmer.

THIS IS MURICA!

Von links schiebt sich eine Kettensäge ins Bild. (Niemand, der Murica kennt und schätzt, hätte erwartet, man gebe sich mit der Tonaufnahme einer ebensolchen zufrieden) Will liegt schreiend, in die vom Höllenfeuer vernarbte Krügersche Latexmaske blickend, der körperlichen Unversehrtheit durch Stahlkrallen bedroht, strampelnd auf dem Boden. Der Kettensägenmann ist vermutlich nur Uncle Robert, aber das weiß Will nicht, den dessen bärtiges Glatzengesicht ist von einer Totenkopfmaske verdeckt, sein Körper von einer blutverschmierten Schürze. Die Kettensäge dröhnt, jault auf und ist augenscheinlich drauf und dran sich in Wills Gliedmaßen zu fressen. Währenddessen ist auch noch Jason Voorhees, stilecht mit Machete bewaffnet (der darf einfach auf keiner richtigen Halloween-Party fehlen) aufgetaucht und macht dem heulenden, vermutlich eingenässten Will faktisch jede Flucht unmöglich. Ein von Gott verlassenes Kleinkind, umringt von drei ikonischen, bewaffneten Horrorgestalten, die einzeln auftretend für viele Erwachsene schon zu viel des Guten sind.

Cristoforo Colombo & Amerigo Vespucci

„Hahaha“ denkt sich der Nachfahre von europäischen Siedlern und afrikanischen Sklaven, „laden wir das schnell ins Internet hoch, damit wir Millionen Clicks und Likes bekommen und uns unserer tatsächlichen Belang- und Hilflosigkeit niemals bewusst werden müssen. SOCIAL MEDIA, HELL YEAH!“ Angesichts des verstörenden Tathergangs, könnten die geneigten Leserinnen und Leser nun denken, das Philipp’sche Gehirn ist endgültig breiig oder von einer Covid19-getriggerten Immun-Überreaktion löchrig gefressen und hat daher den Kontakt zur Realität vollends verloren. Aber nein…

Das Beschriebene fand genau so in der Realität statt. Auf ewig im Internet festgehalten, aber von mir bewusst nur beschrieben und nicht als Video verlinkt. Angesichts dessen, ist die Frage, warum man Kolumbus und Vespucci ihrer Zeit nicht einfach die Segel in Brand gesteckt hat nachvollziehbar. Meine Meinung.

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