Grüße, Fremde!

Pessimistische Grüße an die lieben Leserinnen und Leser an den Empfangsgeräten,

er, bzw. ich – also wir – begrüßen euch herzlich auf unserem Blog. Inspiriert vom täglichen  Trott des Lebens, dem Wahnsinn als Triebfeder der politischen & gesellschaftlichen  Denke; etikettiert von Schopenhauer’s Stachelschweinen.

Zwei Misanthropen im fortgeschrittenen bzw. Endstadium (was die aufkommende Schizophrenie erklärt) kommentieren Themen, die sie bewegen.
Hier verbalvomieren Philipp & Philipp. Kurz: Philipp

 

 

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Die Stachelschweine

„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ 

Arthur Schopenhauer, Hystrix Cristatae, 1851

Urlaubsgedanken

Es ist heiß, fast schon zu heiß. Also sitze ich im Schatten und scrolle mit dem Daumen durch das, was wir heute Timeline nennen. Ein Artikel des SPIEGEL fängt mein Interesse, ein kurzer Tap öffnet den Link und so beginne ich zu lesen, von „Streit der Ökonomen“ … „Deutschland allein zu Haus“ … „Alte Dogmen ablegen“ … „Auseinanderdriften von Einkommen“ … „Zu viele Verlierer der Globalisierung und Privatsierung“ … „die Amis, die Briten, die „Financial Times“, die Weltbank, der „Economist“, die Bank of England, bei manchen Fragen 90 Prozent der Euro-Zentralbanker, mindestens ein halbes Dutzend Nobelpreisträger, selbst konservative Ökonomen wie Kenneth Rogoff oder Charles Wyplosz, die Spanier, die Grünen, die Österreicher, die Griechen, sogar Chefs deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute sowie – Umfragen zufolge – ein Großteil jener Ökonomen, die bei uns jenseits der heiligen Orthodoxie von Sachverständigen, Bundesbank und Ifo-Institut wirken. Also eigentlich die ganze Welt. Gegen uns.“ – Also nicht gegen mich und dich, sondern gegen Schäuble und Co.. Schweiß rinnt mir die Nasenspitze hinab und landet auf meine Schoß. Ich wundere mich über die Standhaftigkeit des ewig sitzenden Mannes, der den „Deutschen Weg“ noch immer für den richtigen hält. Wie lange noch?

Ich schaue ins Grüne, zwei Fliegen streiten sich um den Titel „größte Nervensäge des Tages“: Die eine Fliege fliegt immer und immer wieder gegen die Terrassentür und erzeugt dabei ein bemitleidenswertes, dumpfes Geräusch, während sich die zweite Fliege immer wieder auf mir niederlässt, aber postwenden verjagt wird. Ich grinse in mich hinein, als ich Nr. 1 Wolfgang und Nr. 2 Martin taufe.

Nachtrag: Wer wir sein wollen

Deutsche Klimaziele nur noch mit Liste des Schreckens erreichbar

Aha. Notwendige Veränderungen werden uns als „Liste des Schrecken“ verkauft. Dazu eine Frage: Wie soll man irgendeine Hoffnung auf Besserung konservieren, wenn so mit diesem Thema umgegangen wird?

By the way offenbart das ganze die widerliche Bigotterie der letzten 18 Stunden. Ein Jonald T. Dump wird medial und politisch zerrissen, weil er tut was er immer angekündigt hat – einen großen Haufen auf den Klimaschutz setzen! Unsere Bundesregierung sonnt sich derweil im Lichte des Pariser Klimaschutzabkommens, versagt bei der Umsetzung aber auf ganzer Linie – wo wir wieder bei den Wirtschaftsinteressen sind, die über allem stehen.

Es gibt Tage, da kann ich gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

Adieu

Kommentar: Wer wir sein wollen

Okay, ich gebe es zu: Ich war nie auf einer Wellenlänge mit CDU/CSU und obwohl ich vor vielen Jahren den Jusos beigetreten bin, könnte mir die ehem. SPD heute nicht ferner liegen. Beide Volksparteien sind für mich schlicht nicht wählbar. Während einzelne Individuen in der ehem. SPD versuchen Gesicht und Haltung zu wahren,  bringen mich die „Christ“-Demokraten  regelmäßig aus der Fassung. Ich weiß nicht, ob die Parteibeitrittsformulare generell im Vollsuff unterzeichnet werden, aber etwas „christliches“ im Sinne von Nächstenliebe und Co. kann ich bei den öffentlichen Äußerungen von Parteimitgliedern nicht entdecken. Mir scheint fast die Damen und Herren haben einen Wettkampf in „wer bekommt den größten Shitstorm“. Klöckner, Spahn, Tauber, de Maiziere, Kauder, Öttinger, es vergeht kein Tag an dem sie sich menschlich und/oder fachlich für ein politisches (Spitzen-)Amt disqualifizieren. Weiterlesen „Kommentar: Wer wir sein wollen“

Halte ein, du Tor!

In der Firma in der ich Arbeite, beschäftigt sich eine Kollegin derzeit mit dem Versand von „Give Aways“ in Form von Kugelschreibern und anderen entbehrlichen Gadgets zu u.a. chinesischen Kunden. Während ich mir also die Boxen und den beinhalteten röhrenförmigen Plastikmüll anschaue, fällt mir ein kleiner aber wohlvertrauter Satz auf:

Made in China.

Heureka!

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Der Pessimismus der „jungen Leute“.

Ich bin ich gerade über ein Interview im SZ-Magazin „Jetzt“ gestolpert:

Ministerin für Arbeit und Soziales , Andrea Nahles, parliert über die „Arbeitswelt der jungen Menschen“ und der Catcher für diese Story hat mich tatsächlich gefangen, schön reisserisch – dachte ich. Und bestimmt mal wieder aus dem Zusammenhang gerissen – dachte ich: „Was ich bei jungen Leuten nicht mag, ist dieser Pessimismus.“

Weiterlesen „Der Pessimismus der „jungen Leute“.“

Ben Carson

Ben „forceps“ Carson, wurde September 18th, 1951 als Nachfahre „freiwilliger Einwanderer“ in einem Detroiter Ghetto auf die Welt gesogen. Keine 66 Jahre später, glänzt er mit derlei Aussagen:
„Da waren andere Einwanderer, die im Bauch von Sklavenschiffen hierhin kamen, sogar länger arbeiteten, sogar härter für weniger“, sagte Carson, […] Auch diese Menschen hätten „einen Traum“ gehabt, dass ihre Nachkommen nach „Wohlstand und Glück in diesem Land“ streben, sagte Carson. „Das ist Amerika: ein Land der Träume und Chancen.“
Länger und härter, für weniger!? Streben nach Wohlstand und Glück!? Ja, der Mann sprach über afrikanische Sklaven, die in die USA „immigriert“ sind. Eigentlich könnte ich den Blog-Post nun beenden und dieses Zitat für sich wirken lassen.

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WikiLeaks gefährdet die Sicherheit, Klappe die Neunte!

…und Action!  …seriously?!

„Dieser Teil der Leaks könnte auch die deutschen Technologiekonzerne übel treffen. Sie müssen jetzt die Potentiale einschätzen und innerhalb kürzester Zeit hochsolide Sicherheitskonzepte für betroffene Technologiezweige entwickeln. Ein Prozess, der normalerweise Jahre dauern dürfte und für den ohnehin schon wenig Toleranz oder Geld vorhanden ist. Innovationen in den Feldern „Smart Car“ oder „Industrie 4.0“ könnten mit den Leaks um Monate, wenn nicht Jahre zurückgeworfen werden. Das ist nicht zuletzt deshalb so, da die Zulassungsbehörden und Versicherer auf das Material reagieren müssen.“ (FAZ vom 9. März 2017)

Wahnsinn! Welch kognitive Glanzleistung. Da verzichtet eine ganze Industrie auf ausreichende Sicherheitsmaßnahmen in dieser tollen neuen IT-Welt. Hauptsache dieser Fortschritt macht das Leben bequemer! Und die Risiken werden einfach mal unbeachtet unter den Teppich gekehrt. Nachdem nun diese Schwachstellen von Geheimdiensten gesammelt wurden, um damit möglicherweise im Konfliktfall, auch einen ausgedehnten Cyber-Krieg beginnen zu können, und diese Schwachstellen nun durch WikiLeaks veröffentlicht wurden, ist der Aufschrei groß, diese Veröffentlichung gefährde die Sicherheit! Daher nochmal meine Frage: Ernsthaft? Weiterlesen „WikiLeaks gefährdet die Sicherheit, Klappe die Neunte!“